21.05.09 Einweihungswege
Veröffentlicht auf 21. Mai 2009
wow.
Da bleibt mir erst mal die Spucke weg. Er zitiert andere um damit darzulegen was für verrücktes Zeugs sie schreiben, behaupten, das sie damit blos Geld machen wollten, sich profilieren wollen, geht sogar soweit zu schreiben, sie wollten nur Macht über andere haben. Ich nehme an,er geht davon aus das er anders ist, den Menschen wohl auf den "rechten Weg" helfen will. Was er dabei übersieht, ist das er über andere urteilt - und für mich ist das keine Meisterschaft.
Für mich kann keiner ein Meister sein der andere beurteilt, der ihnen klar machen will wie "falsch" sie sind, wie unvollkommen, wie nachlässig, wie bequem, auf sie heraubschaut weil andere ja "nur einfach so vor sich hinleben, ihr Leben vergeuden" - darin ist kein Mitgefühl, kein Achtung, keine Ehre und damit kein Verständnis darüber, das wir alle gleich sind, das jeder einzelne "Vergeuder" genau so wie der höchste Meister ein Teil Gottes ist, genau so aus der Einheit kommt und genau so sein eigener Schöpfer ist, der SEINEN ureigensten Weg geht.
Jeder ist der Meister seines Lebens, so unbewusst und schlafend das auch aussehen mag. Und niemals steht es mir zu, darüber zu urteilen welchen Weg ein anderer gewählt hat, welche Erfahrungen und was für ihn wichtig ist. Jeder hat meine Achtung, jeder ist gleich viel wie ich, jeder hat meinen Respekt. Saint Germain sagt, Achtung und Ehre für JEDEN ist das ultimative Mitgefühl.
Dann steht da, das es nicht sein kann, das jemand "die Wahrheit" hat, weil Gott diese einem gewöhnlichen Menschen niemals so einfach präsentiert.
Wahrheit - alles ist letztlich Wahrheit, denn: es gibt nichts außerhalb von Gott. Jeder hat seine Sicht der Dinge seinem Stand der Erkenntnis nach, seinen Erfahrungen nach, seiner ganz einzigartigen Sichtweise nach. Ich kann sagen, das ich das, was ein anderer als seine Wahrheit sieht, gar nicht so sehe, ich kann sagen, für mich sieht es anders aus. Wenn ich allerdings behaupte, das das, was er für wahr hält, nicht wahr ist, sage ich damit, das er die Un-Wahrheit sagt, oder denkt, und wie käme ich dazu, dermaßen zu urteilen? WER weiß denn, was WAHR ist? Gott?
Gott entwickelt sich beständig mit der Schöpfung, mit jedem neuen Gedanken, mit allem was erschaffen wird von allen - somit gibt es kein fertiges Wissen, keine fertige Wahrheit, denn sie fließt, sie verändert sich in jedem Moment, weil alles, jeder Gedanke eines jeden Wesens, ob verkörpert oder nicht, aus dem was Gott genannt wird, kommt. Alles andere würde bedeuten, das Gott beschränkt ist, und das kann nicht sein. Gott ist niemals in irgend einer Form begrenzt. Wenn ich nun Regeln aufstellen will oder glaube, das es solche gibt, dann begrenze ich in diesem Moment Gott selbst.
Natürlich ist es einfacher, Regeln zu haben, weil es eine Struktur ist an die ich mich halten kann. Und nichts fühlt sich zuerst einmal schwieriger an, als gar keine Regeln mehr zu haben, weil es tatsächlich "haltlos" ist, und weil ich dann die völlige Verantwortung alleine habe. Und mancher mag sich das vielleicht auch gar nicht vorstellen können. Es erfordert tatsächlich viel, nein ALLES von mir, wenn ich die völlige Verantwortung übernehme.
In einem Punkt stimme ich dem Autor zu ( auch das schreibt er): Jeder soll in sich hineinhören, was für ihn richtig und passend ist, jeder soll seinen Weg gehen.
hihi, fast könnte ich sagen, er widerspricht sich selbst damit.
Das fand ich gerade bei Ramtha / Ohama: Jeder weiß nur in dem Ausmaß, in dem er danach strebt und sich selbst erlaubt zu wissen. Und das meiste Wissen auf eurer Ebene ist errichtet auf Angst, Überlebenskampf und auf Denken in Polaritäten. Es ist errichtet auf Urteil und der Trennung der Völker. Es ist errichtet auf der Auffassung, daß der Mensch ein "gefallenes Geschöpf" ist, das keine Göttlichkeit hat. Aber, Wesenheit, der Mensch ist Gott. Über den Menschen zu urteilen bedeutet folglich, über Gott zu urteilen. Den Menschen zu begrenzen bedeutet, Gott zu begrenzen. Den Menschen von seiner Göttlichkeit zu trennen bedeutet, Gott seine Göttlichkeit wegzunehmen.
Wenn das, was ihr von einem Lehrer hört oder lest, eure Gedankenprozesse begrenzt, dann begrenzt es in der Tat die Gedankenprozesse des Vaters. Hört genau hin, was gesagt wird und wie es gesagt wird. Wenn es begrenzt, trennt und teilt, dann ist es eine begrenzende Wahrheit von einer Wesenheit, die erst noch zu einem unbegrenzten Verständnis fortschreiten muß.