Spirituell

Veröffentlicht auf 20. November 2009

shoud 3, Meister-Serie, Adamus of Sovereign Domain:
"Aber was ist nun Shaumbra?", fragen sie. Es ist nicht einmal spirituell. Nicht einmal spirituell, denn „spirituell“ besitzt solch eine alte mitschwingende Bedeutung. „Spirituell“ bedeutet für viele der Wesen auf der anderen Seite – oh, wie kann ich das nur offen sagen; ich werde es nicht können – es bedeutet falsch, trügerisch. Trügerisch. Spiritualität ist einer der größten Futterplätze für das Ego und den Verstand. Der Verstand liebt es, wenn die Menschen spirituell werden, denn das liefert ihnen die Entschuldigung dafür, rechtschaffen, unausstehlich, engstirnig zu sein und ständig auf der Suche.

Stimmt.
Wie immer sehr direkt, sehr klar, und genau, was ich in letzter Zeit fühle. Es fing damit an, das mich das so süße, immer liebevoll, mitfühlende anfing zu nerven. Dieses so zuckersüße "habt euch doch alle lieb" das immer wieder auftauchte, streitet doch nicht, seid euch einig usw. - das ging schon vor ner Weile so, das mir davon übel wurde.
Es hat aber noch gedauert, bis es mir wirklich klar wurde, und inzwischen kann ich es gar nicht mehr haben. Und nachdem ich mich nochmal mit dem ESS von Adamus beschäftigt habe, nochmal angeschaut habe, was Glaubensmuster sind, und wie wir uns was vormachen - das war ein solches aha-Erlebnis, für mich, und nun sehe ich mich an einem Punkt, wo ich dem allem eigentlich nur noch aus der Ferne zuschauen mag.
Was für eine Spielwiese, was für eine künstliche Welt, und das auch und vor allem in der Spiritualität.
Ich kenne die Stationen, vom entdecken dessen, was außerhalb ist, vom begeistert sein, vom wahrnehmen bisher undenkbarer Dinge und dem Drang, es anderen mitzuteilen. Die Faszination die darin liegt, die Freude,  es mitteilen zu müssen weil das Herz überläuft, es anderen zugänglich zu machen - die Begeisterung von anderen zurück zu bekommen und genau so die Momente der Zurückweisung weil manche das gar nicht haben wollen, weil es sie ägerlich macht, oder ängstlich, oder wütend - ich hab so vieles erfahren, so viele Facetten.
Doch es sind nur Stationen auf dem Weg, einzig die Frage, ob ich stehen bleibe oder weiter gehe, stellt sich dabei.
Und weiter gehen ist bei mir, alles das gehen zu lassen, komplett.
Was sich dann zeigt ist die völlige Einfachheit, das pure Sein, und das ist so simpel, eben einfach, so natürlich, das ....
ja, das mir die Worte fehlen.
Wer die shouds gelesen hat, hat es öfter mal gelesen, das es ein natürlicher Prozess ist, dieser Weg zum Aufstieg. Doch was soll man sich drunter vorstellen?
Wie so oft ist es nur zu erfahren, und eben dabei bin ich.

Und so erfahre ich nun, das es nichts gibt, was ich noch zu lernen hätte, das es nichts gibt, das noch zu tun ist, das ich nichts brauche, weder noch, und es ist sehr erstaundlich.
ICH BIN, und das ist buchstäblich alles. Ich fühle es so, und das ist ein Unterschied. Wissen, heißt im Kopf haben, kann ich vieles, doch das ist nur ein fake wenn ich es nicht fühle. Was zählt ist nicht was ich denke, sondern was ich fühle. Gedanken haben noch niemals etwas erschaffen, Gott sei Dank, denn das wäre wirklich fürchterlich. Gedanken kommen aus dem Verstand, und der kann nicht erschaffen, er hat keinerlei Schöpferkraft. Die hat nur das Herz, das Gefühl. Deshalb nützen alle Gedanken-Spiele nichts, wirken nicht und frustieren so oft, weil "ich will doch was ganz anderes, warum geht es denn nicht....." eben, weil es nicht wirklich gefühlt ist, als wahr gefühlt ist.

Alles, was aus dem Verstand kommt, ist somit begrenzt, egal wie brilliant der Verstand auch ist.
Erklären kann man das vielleicht wirklich nicht, weil es eben gefühlt werden muss, doch wenn man sich darauf einlässt, verändert es tatsächlich alles.

Mein Sein im jetzt, das ist, das ich nichts mehr mitteilen muss, will oder brauche, ebenso keine Aufmerksamkeit mehr von anderen, das ich keine Fragen mehr habe, und ganz bei mir bin. Ich sehe die großartigen Spiele von anderen, manchmal mit einem lächeln, ich sehe wie sehr sie da drin stecken und auch wie sehr sie das lieben oder hassen, was das gleiche ist, was sie alles erschaffen an Dramen und Illusionen - wahrlich, jeder ist ein grandioser Schöpfer. Ich sehe wie vieles in Bewegung ist, wie anderes stagniert, und bei all dem fühle ich mich außerhalb von all dem. Es berührt mich nicht, nicht mehr. Jedenfalls nicht so, das ich meine, ich müsste mitmischen. Ich kann sie alle machen lassen und staunen, was sie alles erschaffen, und oftmals gar nicht wissen, das sie selbst das sind. ich weiß wie es ist - lage genug hab ich das ja genau so gemacht, geliebt, genossen, die ganze Palette an Gefühlen, alles. War Herrscher und Sklave, war liebevoll und grausam, war genial und einfältig, alles was es nur gibt.
Was für eine Erfahrungsebene, hier, welche Intensität - tatsächlich gibt es nirgends sonst etwas vergleichbares. Und doch kommt der Moment wo es reicht - und da bin ich.
Und damit kann ich alles gehen lassen, was war, was ist, sogar was sein wird, kann mich zurücklehnen mit einem tiefen Atemzug, kann ganz zu  mir zurück kommen. Und in meine absolute Einfachheit, mein Vertrauen, meine Liebe zu mir, meine Achtung mir gegenüber.
Damit brauche ich nichts mehr von außerhalb, gar nichts.
Damit erlischt auch das mitteilen-wollen, denn was sollte ich noch mitteilen wenn ich einfach nur bei mir bin ?

Das einzige ist, noch zu sagen, ich liebe zutiefst und segne jeden einzelnen, in seinem Sein, ganz so wie es ist, weil ich weiß, das jeder genau so genial, wundervoll und einzigartig in seiner Schöpfung ist, wie ich es bin, weil ich weiß, das jeder seinen Weg gehen wird, und für mich gibt es absolut nichts mehr, was ich anderen (euch) noch nahebringen könnte. Ihr habt alles in euch,  ihr wisst alles, einzig das Vertrauen, das es so ist, mag noch fehlen. Doch das wird kommen, sicher.

und damit ist mein Weg beendet, hier,
Lucifer,
in großer Achtung für jeden

 

Geschrieben von Lucifer

Veröffentlicht in #Bewusstsein

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S
<br /> danke Luci....<br /> <br /> Hg<br /> <br /> <br />
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