05.07.09 Die Dinge sind nicht immer wie sie scheinen....
Veröffentlicht auf 5. Juli 2009
...sie sind eher selten wie sie scheinen.
Und wir sollten hinter die Schleier schauen, die wir um uns haben.
Nehmen wir mal an, da ist eine junge Frau, und sie fühlt sich gefangen in der Situation ihrer Familie. Die Eltern streiten oft, werden handgreiflich. Und sie fühlt sich verantwortlich, auf die Eltern aufzupassen, damit nichts schlimmes passiert, und fragt sich, was kann ich denn blos tun.
Es sieht so aus, nach aussen, das sie versucht, den Eltern zu helfen, weil sie eingreift wenn die Auseinandersetzungen heftig werden, weil sie meint, sie müsste dazwischen gehen, müsste verhindern, beschützen .....
Doch wenn man hinter die Schleier schaut, liegen die Dinge anders.
Ihre Eltern wollen ihre Auseinandersetzung selbst ausagieren, vielleicht weil alte Energien, die ohne weiteres viele Leben zurück liegen können, aufeinander prallen. Sie wollen endlich er-löst sein, wollen geklärt sein, doch immer dann greift die Tochter ein - und verhindert es. Was außerdem dazu kommt: damit signalisiert sie ihren Eltern: ihr seid nicht in der Lage euer Leben im Griff zu haben, ich, eure Tochter, muss auf euch aufpassen - und die Eltern werden wütend. Denn wer möchte denn als unfähig dastehen?
Sie meint, ihr Vater hätte Minderwertigkeitsgefühle, deshalb reagiert er oft so genervt - und das kann gut sein. Doch wenn sie nun eingreift, dann demontiert sie den Vater noch mehr - denn sie zeigt ihm damit: du bist nicht in der Lage deine Dinge selbst in die Hand zu nehmen .....
Bei der Mutter ist es auch so, sie hilft ihr wo sie kann - aber auch da kann durchaus des Gefühl entstehen das die Mutter ja nicht in der Lage ist den Haushalt selbst zu regeln - und selbst wenn das stimmt:
Ist es angebracht, sich bei anderen in einer solchen Weise einzumischen???
Wie würde ich denn reagieren ?? (also ich wäre sauer)
Und was kann ich verändern?
Das wichtigste für mich ist den andern zu achten, ihn nicht bewerten. Wie sollte ich auch - weiß ich doch niemals, was für Erfahrungen der andere machen will, wofür er gekommen ist. Wie käme ich also dazu, mich über ihn zu stellen, und zu meinen, ich wüsste besser was für ihn richtig ist?? ...aber wie oft wird das gemacht.
Und wenn ich die anderen achte, dann lasse ich sie machen - und bewerte es nicht nach meinen Maßstäben. Ich gebe ihnen zu verstehen, das ich akzeptiere, was sie tun, das ich nicht über sie urteile, denn das tue ich immer, wenn ich meine, ich wüsste besser als sie was passend für sie ist.
Als ich darüber nachdachte ist mir eingefallen, das ich es schon vor vielen Jahren so gemacht habe, bei meinen Kindern.
Sie habe sich heftig gestritten, und als sie etwas größer waren (Schulkinder) habe ich sie das selbst austragen lassen, ohne mich einzumischen. Meine Tochter war die Ältere, eindreiviertel Jahre, der Sohn zwar kleiner aber kräftiger, und damit war es körperlich ausgeglichen. Und sie haben auch gerauft, sie waren "wie Hund und Katz" , und doch konnte ich sie weitestgehend selbst machen lassen. Einmal, als sie wieder so gestritten haben, habe ich sie rausgeschickt - und sie schauten mich verwundert an, fragten wieso denn?? ich sagte, weil mich das fertig macht - und beide waren erstaunt darüber, sagten, das hat doch mit dir nichts zu tun ...
Das haben meine beiden gut erkannt.
Also, bevor wir uns einmischen, bevor wir mal wieder meinen wir müssten .....
ist es wirklich so? Ist es nicht nur meine Angst, oder meine Ansicht der Dinge, die mich so reagieren lässt? Habe ich wahrhaftiges Verständnis und Achtung für den anderen ? Ehre ich ihn? Auch wenn er etwas für mich unverständliches tut?
Wo ist mein Mitgefühl? Und Mitgefühl heißt nicht automatisch, sich einzumischen.
Vorbehaltlose Akzeptanz ist das ultimative Mitgefühl, und zugleich Achtung dem anderen gegenüber.
Kein Bewerten meinerseits, kein urteilen was richtig ist. Akzeptanz.
Denn die D
inge sind nicht immer wie sie scheinen.
Spiegelung
Und wir sollten hinter die Schleier schauen, die wir um uns haben.
Nehmen wir mal an, da ist eine junge Frau, und sie fühlt sich gefangen in der Situation ihrer Familie. Die Eltern streiten oft, werden handgreiflich. Und sie fühlt sich verantwortlich, auf die Eltern aufzupassen, damit nichts schlimmes passiert, und fragt sich, was kann ich denn blos tun.
Es sieht so aus, nach aussen, das sie versucht, den Eltern zu helfen, weil sie eingreift wenn die Auseinandersetzungen heftig werden, weil sie meint, sie müsste dazwischen gehen, müsste verhindern, beschützen .....
Doch wenn man hinter die Schleier schaut, liegen die Dinge anders.
Ihre Eltern wollen ihre Auseinandersetzung selbst ausagieren, vielleicht weil alte Energien, die ohne weiteres viele Leben zurück liegen können, aufeinander prallen. Sie wollen endlich er-löst sein, wollen geklärt sein, doch immer dann greift die Tochter ein - und verhindert es. Was außerdem dazu kommt: damit signalisiert sie ihren Eltern: ihr seid nicht in der Lage euer Leben im Griff zu haben, ich, eure Tochter, muss auf euch aufpassen - und die Eltern werden wütend. Denn wer möchte denn als unfähig dastehen?
Sie meint, ihr Vater hätte Minderwertigkeitsgefühle, deshalb reagiert er oft so genervt - und das kann gut sein. Doch wenn sie nun eingreift, dann demontiert sie den Vater noch mehr - denn sie zeigt ihm damit: du bist nicht in der Lage deine Dinge selbst in die Hand zu nehmen .....
Bei der Mutter ist es auch so, sie hilft ihr wo sie kann - aber auch da kann durchaus des Gefühl entstehen das die Mutter ja nicht in der Lage ist den Haushalt selbst zu regeln - und selbst wenn das stimmt:
Ist es angebracht, sich bei anderen in einer solchen Weise einzumischen???
Wie würde ich denn reagieren ?? (also ich wäre sauer)
Und was kann ich verändern?
Das wichtigste für mich ist den andern zu achten, ihn nicht bewerten. Wie sollte ich auch - weiß ich doch niemals, was für Erfahrungen der andere machen will, wofür er gekommen ist. Wie käme ich also dazu, mich über ihn zu stellen, und zu meinen, ich wüsste besser was für ihn richtig ist?? ...aber wie oft wird das gemacht.
Und wenn ich die anderen achte, dann lasse ich sie machen - und bewerte es nicht nach meinen Maßstäben. Ich gebe ihnen zu verstehen, das ich akzeptiere, was sie tun, das ich nicht über sie urteile, denn das tue ich immer, wenn ich meine, ich wüsste besser als sie was passend für sie ist.
Als ich darüber nachdachte ist mir eingefallen, das ich es schon vor vielen Jahren so gemacht habe, bei meinen Kindern.
Sie habe sich heftig gestritten, und als sie etwas größer waren (Schulkinder) habe ich sie das selbst austragen lassen, ohne mich einzumischen. Meine Tochter war die Ältere, eindreiviertel Jahre, der Sohn zwar kleiner aber kräftiger, und damit war es körperlich ausgeglichen. Und sie haben auch gerauft, sie waren "wie Hund und Katz" , und doch konnte ich sie weitestgehend selbst machen lassen. Einmal, als sie wieder so gestritten haben, habe ich sie rausgeschickt - und sie schauten mich verwundert an, fragten wieso denn?? ich sagte, weil mich das fertig macht - und beide waren erstaunt darüber, sagten, das hat doch mit dir nichts zu tun ...
Das haben meine beiden gut erkannt.
Also, bevor wir uns einmischen, bevor wir mal wieder meinen wir müssten .....
ist es wirklich so? Ist es nicht nur meine Angst, oder meine Ansicht der Dinge, die mich so reagieren lässt? Habe ich wahrhaftiges Verständnis und Achtung für den anderen ? Ehre ich ihn? Auch wenn er etwas für mich unverständliches tut?
Wo ist mein Mitgefühl? Und Mitgefühl heißt nicht automatisch, sich einzumischen.
Vorbehaltlose Akzeptanz ist das ultimative Mitgefühl, und zugleich Achtung dem anderen gegenüber.
Kein Bewerten meinerseits, kein urteilen was richtig ist. Akzeptanz.
Denn die D
inge sind nicht immer wie sie scheinen.Spiegelung