bewusst - Sein
Veröffentlicht auf 26. September 2009
Gestern ist mir mal wieder klar geworden, wie sehr wir darin verstrickt sind, zu meinen, wir müssten dauernd was tun.
Leben wie wir es kennen ist ja was tun, und zwar meistens ununterbrochen. Wie könnte es sonst so Kuriositäten geben wie "Freizeitstress". Und wenn nicht, haben wir oft ein schlechtes Gewissen. Denn da ist dauernd irgend etwas das ich tun sollte - und oftmals keine Lust drauf habe.
Ich war gestern sehr früh wach, bin von 5 bis 6 Uhr draußen gelaufen, hab danach auf dem Sofa noch einmal geschlafen und dann ein Buch gelesen. später habe ich mich raus auf die Terrasse gesetzt, wobei es bewölkt war, aber angenehm. Und ich habe gelesen und gelesen..... so ist der Tag vergangen. Irgendwann am Nachmittag dann fühlte ich plötzlich so eine Unruhe in mir, als sollte ich was tun - und habe bemerkt, das es einfach nur meine alte Vorstellung ist, die mir da hochkam. Ich bin nun schon eine ganze Weile zu Hause, ohne Arbeit, und dennoch fühlte ich es einen Moment so, als ob ich den Tag vertrödelt habe.....
Und da wurde mir klar, wie tief dieses "etwas tun müssen" in uns sitzt. Für mich ist es schwierig, tatsächlich an einen Punkt zu kommen, wo ich nur bin, also einfach Sein, was unser Geburtsrecht ist. Leben war keineswegs so geschaffen, das wir immer irgendwie tätig sein müssen, und vor allem ist es ja heute meistens darauf reduziert, Geld zu verdienen. Vom Schöpferischen her ist das nicht nötig - nur wir glauben es alle. Und diese Barriere ist schwer zu durchbrechen.
Zudem habe ich in jungen Jahren sehr oft gesagt bekommen, ich sei faul, und auch das fühle ich manchmal noch. Dabei habe ich später als allein erziehende Mutter zweier Kinder genug gearbeitet, Geld verdient, mich um die Kinder gekümmert, Haus und Garten versorgt, mich um alles gekümmert was sonst Mutter UND VATER machen - alles war meines. Und doch fühle ich heute noch manchmal dieses "du bist faul" wenn ich eben einen ganzen Tag lang nur ein Buch lese, und sonst nichts, außer Essen machen für mich.
Wir unterteilen sehr akkurat in das, was produktiv ist und was nicht. Und Dinge, die scheinbar nicht produktiv sind, gelten nichts in unserer Gesellschaft. Und wir haben dabei völlig vergessen wozu wir hier sind: um zu erfahren. Und da gibt es kein produktiv sein. Und wir haben vergessen, das wir uns erlauben können, einfach nur zu Sein.
Es ist ja nicht so, das ich dauernd nur untätig herumsitze und liege, denn das wird in der Tat langweilig. Doch wir sollten für uns selbst auch die Dinge, die so alltäglich sind, achten, wie eben Essen zubereiten, oder Ordnung schaffen, oder die Wäsche waschen, weil sie einfach viel angenehmer ist, wenn sie frisch ist.
Meistens erledigen wir das doch, um es nur so schnell wie möglich hinter uns zu bringen, weil es lästig ist, weil es halt sein muss - doch das ist nicht so.
Es sind nur unsere Vorstellungen das wir das alles so müssten, es ist Gewohnheit, und es ist Massenbewusstsein.
Bewusst - Sein ist für mich, alles, buchstäblich alles, bewusst zu tun. Nicht weil ich muss, oder weil alle es so machen, sondern um mich damit auszudrücken und zu erfahren. Wenn ich mir ein Essen koche, ist es Ausdruck, weil es niemals genau gleich ist, weil ich dabei das verwende, was ich gerade habe, weil ich neue Gewürze ausprobiere, und weil es liebevoll mir selbst gegenüber ist, mir etwas zuzubereiten, das mir schmeckt und meinem Körper wohl tut.
Wenn ich die Wäsche wasche, und wieder frisch duftend einräume, ist auch das liebevoll mir selbst gegenüber, weil ich mir die Freude mache, frische Wäsche zu haben. Und die anderen Dinge genau so.
Das Gefühl, mit dem ich es mache, ist wichtig.
Wenn ich es als notwendiges Übel betrachte, das eben erledigt werden muss, dann ist es das. Dann wird es schwer und eine Last.
Wenn ich es bewusst mache, für mich mache, dann ist es ein liebevoller Umgang mit mir selbst, ein achtsamer Umgang mit mir. Und dann kann ich auch einfach dasitzen und ein Buch lesen, in eine andere Welt abtauchen, ohne noch das Gefühl zu haben, faul zu sein.
Und es dient mir auf meinem Weg der Selbstliebe, denn ohne mich selbst zu achten kann ich mich auch nicht selbst lieben.
Adamus sagte vor kurzem:
Wenn du dich selbst achtest, brauchst du nichts mehr bearbeiten.
So habe ich die Wahl, weiter und weiter zu bearbeiten und zu lösen und zu lernen - was weiß ich -
oder mich zu achten, liebevoll mit mir sein, mir vertrauen, und das ist A L L E S !

Leben wie wir es kennen ist ja was tun, und zwar meistens ununterbrochen. Wie könnte es sonst so Kuriositäten geben wie "Freizeitstress". Und wenn nicht, haben wir oft ein schlechtes Gewissen. Denn da ist dauernd irgend etwas das ich tun sollte - und oftmals keine Lust drauf habe.
Ich war gestern sehr früh wach, bin von 5 bis 6 Uhr draußen gelaufen, hab danach auf dem Sofa noch einmal geschlafen und dann ein Buch gelesen. später habe ich mich raus auf die Terrasse gesetzt, wobei es bewölkt war, aber angenehm. Und ich habe gelesen und gelesen..... so ist der Tag vergangen. Irgendwann am Nachmittag dann fühlte ich plötzlich so eine Unruhe in mir, als sollte ich was tun - und habe bemerkt, das es einfach nur meine alte Vorstellung ist, die mir da hochkam. Ich bin nun schon eine ganze Weile zu Hause, ohne Arbeit, und dennoch fühlte ich es einen Moment so, als ob ich den Tag vertrödelt habe.....
Und da wurde mir klar, wie tief dieses "etwas tun müssen" in uns sitzt. Für mich ist es schwierig, tatsächlich an einen Punkt zu kommen, wo ich nur bin, also einfach Sein, was unser Geburtsrecht ist. Leben war keineswegs so geschaffen, das wir immer irgendwie tätig sein müssen, und vor allem ist es ja heute meistens darauf reduziert, Geld zu verdienen. Vom Schöpferischen her ist das nicht nötig - nur wir glauben es alle. Und diese Barriere ist schwer zu durchbrechen.
Zudem habe ich in jungen Jahren sehr oft gesagt bekommen, ich sei faul, und auch das fühle ich manchmal noch. Dabei habe ich später als allein erziehende Mutter zweier Kinder genug gearbeitet, Geld verdient, mich um die Kinder gekümmert, Haus und Garten versorgt, mich um alles gekümmert was sonst Mutter UND VATER machen - alles war meines. Und doch fühle ich heute noch manchmal dieses "du bist faul" wenn ich eben einen ganzen Tag lang nur ein Buch lese, und sonst nichts, außer Essen machen für mich.
Wir unterteilen sehr akkurat in das, was produktiv ist und was nicht. Und Dinge, die scheinbar nicht produktiv sind, gelten nichts in unserer Gesellschaft. Und wir haben dabei völlig vergessen wozu wir hier sind: um zu erfahren. Und da gibt es kein produktiv sein. Und wir haben vergessen, das wir uns erlauben können, einfach nur zu Sein.
Es ist ja nicht so, das ich dauernd nur untätig herumsitze und liege, denn das wird in der Tat langweilig. Doch wir sollten für uns selbst auch die Dinge, die so alltäglich sind, achten, wie eben Essen zubereiten, oder Ordnung schaffen, oder die Wäsche waschen, weil sie einfach viel angenehmer ist, wenn sie frisch ist.
Meistens erledigen wir das doch, um es nur so schnell wie möglich hinter uns zu bringen, weil es lästig ist, weil es halt sein muss - doch das ist nicht so.
Es sind nur unsere Vorstellungen das wir das alles so müssten, es ist Gewohnheit, und es ist Massenbewusstsein.
Bewusst - Sein ist für mich, alles, buchstäblich alles, bewusst zu tun. Nicht weil ich muss, oder weil alle es so machen, sondern um mich damit auszudrücken und zu erfahren. Wenn ich mir ein Essen koche, ist es Ausdruck, weil es niemals genau gleich ist, weil ich dabei das verwende, was ich gerade habe, weil ich neue Gewürze ausprobiere, und weil es liebevoll mir selbst gegenüber ist, mir etwas zuzubereiten, das mir schmeckt und meinem Körper wohl tut.
Wenn ich die Wäsche wasche, und wieder frisch duftend einräume, ist auch das liebevoll mir selbst gegenüber, weil ich mir die Freude mache, frische Wäsche zu haben. Und die anderen Dinge genau so.
Das Gefühl, mit dem ich es mache, ist wichtig.
Wenn ich es als notwendiges Übel betrachte, das eben erledigt werden muss, dann ist es das. Dann wird es schwer und eine Last.
Wenn ich es bewusst mache, für mich mache, dann ist es ein liebevoller Umgang mit mir selbst, ein achtsamer Umgang mit mir. Und dann kann ich auch einfach dasitzen und ein Buch lesen, in eine andere Welt abtauchen, ohne noch das Gefühl zu haben, faul zu sein.
Und es dient mir auf meinem Weg der Selbstliebe, denn ohne mich selbst zu achten kann ich mich auch nicht selbst lieben.
Adamus sagte vor kurzem:
Wenn du dich selbst achtest, brauchst du nichts mehr bearbeiten.
So habe ich die Wahl, weiter und weiter zu bearbeiten und zu lösen und zu lernen - was weiß ich -
oder mich zu achten, liebevoll mit mir sein, mir vertrauen, und das ist A L L E S !
