13.03.09 Vertrauen ins Leben
Veröffentlicht auf 13. März 2009
Gestern hab ich mit meiner Mam telefoniert, und sie erzählte mir von ihrer Flucht aus der DDR damals ---
meine Mam konnte ihre Arbeit als Kinderpflegerin wegen eines Magengeschwürs nicht mehr machen, bekam so eine andere Stelle und lernte dort eine Freundin kennen, die ihr dann erzählte, sie plane nach West-Berlin zu fahren, umd in den Westen zu gehen - das war damals als Besuch noch möglich. Und so ist meine Mutter mit, mit meinem Vater, der damals ihr Freund war, mit einer Tasche und dem Geld, das sie hatte - Koffer war nicht möglich, weil das aufgefallen wäre - es waren nur Tagesausflüge erlaubt. So kamen sie nach West.Berlin und haben sich dort als Flüchtling gemeldet, kamen in ein Auffanglager wo 300 Menschen in Schlafsäcken in großen Hallen waren. Männer und Freuen getrennt - und mein Vater hatte das ganze Geld, weil es bei ihm eine Möglichkeit gab, es in einen Schrank zu sperren. Das hat dann einer der dort tätigen Helfer geklaut - udn somit hatten sie nichts mehr, außer was sie auf dem Leib trugen. Dann hat ihr jemand Geld geliehen, das sie telegrafieren konnte - eine Tante lebte bereits hier - die ihr sofort Geld schickte damit sie mit dem Zug hier her fahren können, und Arbeit gäbe es hier auch, es wurde gerde eine Firma aufgebaut. So kamen sie hier her, und hatten Arbeit und alles klappte - obwohl sie einen Moment mit NICHTS dastanden. Damals keine Seltenheit - aber wie groß sind die Ängste der Menschen heute, wer würde so etwas wagen, würde alles hinter sich lassen, Familie, Freunde, Arbeitsplatz, alles aufgeben für eine ungewisse Zukunft?
Heute will jeder immer vorher wissen ob und wie und ob das auch sicher ist .... die Ängste sind groß wie nie.
Was wir verloren haben, ist das Vertrauen ins Leben, das das Leben seinen Weg findet, seine Versorgung - wenn ich dieses Vertrauen habe. Wenn ich mich nicht von den Ängsten verrückt machen lasse.
Der Verlsut ihres Arbeitsplatzes - viele sehen das als Drama - aber dadurch lernte meine Mam die Freundin kennen. Das geklaute Geld - veranlasste meine Mam der einzigen Verwandten zu telegrafieren, die hier war - was ein Glücksfall war. Im nachhinein betrachtet waren die Ereignisse genau passend.
Ich bin froh das meine Mam mir das nochmal erzählt hat, es hilft mir denn es zeigt
das Leben findet immer seinen Weg - wenn ich bereit bin ihm zu folgen.
Und in dieser Zeit jetzt erst recht.
meine Mam konnte ihre Arbeit als Kinderpflegerin wegen eines Magengeschwürs nicht mehr machen, bekam so eine andere Stelle und lernte dort eine Freundin kennen, die ihr dann erzählte, sie plane nach West-Berlin zu fahren, umd in den Westen zu gehen - das war damals als Besuch noch möglich. Und so ist meine Mutter mit, mit meinem Vater, der damals ihr Freund war, mit einer Tasche und dem Geld, das sie hatte - Koffer war nicht möglich, weil das aufgefallen wäre - es waren nur Tagesausflüge erlaubt. So kamen sie nach West.Berlin und haben sich dort als Flüchtling gemeldet, kamen in ein Auffanglager wo 300 Menschen in Schlafsäcken in großen Hallen waren. Männer und Freuen getrennt - und mein Vater hatte das ganze Geld, weil es bei ihm eine Möglichkeit gab, es in einen Schrank zu sperren. Das hat dann einer der dort tätigen Helfer geklaut - udn somit hatten sie nichts mehr, außer was sie auf dem Leib trugen. Dann hat ihr jemand Geld geliehen, das sie telegrafieren konnte - eine Tante lebte bereits hier - die ihr sofort Geld schickte damit sie mit dem Zug hier her fahren können, und Arbeit gäbe es hier auch, es wurde gerde eine Firma aufgebaut. So kamen sie hier her, und hatten Arbeit und alles klappte - obwohl sie einen Moment mit NICHTS dastanden. Damals keine Seltenheit - aber wie groß sind die Ängste der Menschen heute, wer würde so etwas wagen, würde alles hinter sich lassen, Familie, Freunde, Arbeitsplatz, alles aufgeben für eine ungewisse Zukunft?
Heute will jeder immer vorher wissen ob und wie und ob das auch sicher ist .... die Ängste sind groß wie nie.
Was wir verloren haben, ist das Vertrauen ins Leben, das das Leben seinen Weg findet, seine Versorgung - wenn ich dieses Vertrauen habe. Wenn ich mich nicht von den Ängsten verrückt machen lasse.
Der Verlsut ihres Arbeitsplatzes - viele sehen das als Drama - aber dadurch lernte meine Mam die Freundin kennen. Das geklaute Geld - veranlasste meine Mam der einzigen Verwandten zu telegrafieren, die hier war - was ein Glücksfall war. Im nachhinein betrachtet waren die Ereignisse genau passend.
Ich bin froh das meine Mam mir das nochmal erzählt hat, es hilft mir denn es zeigt
das Leben findet immer seinen Weg - wenn ich bereit bin ihm zu folgen.
Und in dieser Zeit jetzt erst recht.